Community Service für Politikerende
- Lilac Lila
- 22. Juni
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 7 Tagen
Uns Jungen wird so oft unterstellt, dass wir faul sind und uns nicht für unseren Staat scheren.
Da denk ich mir oft: Politikerende verdienen zehn, zwanzig, oder mehr, Tausende an Euros im Monat, da muss es doch ein Bemühen geben, zu messen, welche Auswirkung die Leistung unserer zurückgeblieben Führenden in Wirklichkeit hat.
Wenn ich in einer Führungsrolle bin in der Industrie, ist mein Austausch mit meinen Mitarbeitenden oft relativ zu dem Einkommen, das ich rechtfertigen muss. Wenn jetzt also jemand eine grauslige Geldsumme MEINER Steuern verwendet, verblödet in einem Raum mit mehreren Dutzend anderen zurückgebliebenen Idioten zu sitzen, verzweifle ich oft an der Geldverschwendung, die wir einfach so hinnehmen.
Da wärs doch super, wenn wir verpflichtenden Community Service einführen, damit jeder dieser Wappler den Boden der Realität täglich zu spüren bekommt. Es wär doch nicht zu viel verlangt, sich eine halbe Stunde täglich zu nehmen, um den Sorgen und Wünschen unserer Mitmenschen Gehör zu schenken. Von mir aus kann des gerne über Teams im Home Office passieren, und die Bevölkerung sollte da ja zuschauen dürfen, da sie es finanziert.
Das würd unserer fehlenden Einigung bei den einfachsten Themen sicher gut tun. Heute redest mit einer Mutter, die mit zwei Jobs und drei Kindern ohne Ehemann ums Überleben kämpfen muss; morgen ist es die blinde Person, die sich mit einem Stecken und sechs weisgefärbten Linien am Boden ins Krankenhaus zur Kontrolle begeben muss, und übermorgen mit dem gestopften Hansl, der in seinem Leben kein einziges Mal einen Finger rühren musste.
Wenns jetzt z.B. ein hundert Vollwasen im Parlament gibt, sind das hundert mal zwanzig Werktage mal zwölf Monate, also 24000 Menschen, die für eine halbe Stunde im Jahr die Chance hätten, ihren Sorgen Gehör geschenkt zu bekommen. Nehmen wir jz 9 Millionen Einwohner/innen als Beispiel her, hätten wir in 375 Jahren alle abgeklappert und vielleicht dann eine Einigung zu unseren Problemen. Das ist aber nur unter der Annahme, dass sich diese Schwachmaten sowieso nach wenigen Tagen aus dem Amt verabschieden (glaubst die werden irgendwas jemals hakeln).
Da weis ich zumindest, das meine enkelenkelenkelenkelenkelenkel Kinder keine Politik mehr hören müssten - wär klasse! Des ist jz nur eine Beispielrechnung, Politikerende haben ja - wie man es aus der Schule und Studium und Arbeit kennt - immer ein Dutzend eierlutschende Yes-Men um sich, die ja auch bezahlt und ernährt werden müssen.
Das Problem bei so hohen Gehältern ist schlicht die Tatsache, dass man(n) sich zu besonders fühlt, seine so super wichtig wertvolle Zeit für einfache Menschen zu verschwenden.
Problem gelöst - wann darf ich meinen 600000 Euro Brutto Vertrag bei der Regierung unterschreiben?
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